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Elane von Silberwald

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  • »Elane von Silberwald« ist der Autor dieses Themas

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Charname: Elane von Silberwald zu Rodenmark

Klasse: Klerikerin/ Diplomatin der Rodenmark

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Freitag, 30. Mai 2014, 13:48

Brief an Adalbert

Mein teurer Adalbert,

Seit mehreren Monden führt Dein Weg der Askese Dich nun schon durch jenes, durch unser Land, in dem Du Dich zukünftig als Ritter bewähren wirst. Mit jedem Deiner Schritte kommst du diesem Ziel ein Stück weit näher und es naht der Tag da Du weder den Ratschlägen, den Lehren, noch der Fürsprache Deines Herren und meiner bedürfen wirst. Du hast vieles auf Dich genommen und auch so manchen Rückschlag hinnehmen müssen, um zu lernen und zu erfahren was es heißt die Verantwortung der Ritterschaft zu tragen. Eine Verantwortung die es Dir auferlegen wird trotz aller Erfahrung immer weiter zu lernen.
Es mag sentimental klingen doch möchte ich Dir diesen Brief mit auf diese letzte Etappe Deines Weges geben, auf dass ich besten Wissens sein kann, Dir all die Dinge mitgegeben zu haben, denen Du in deinem weiteren Leben, besonders abseits der Welt von Schwert und Politik, habhaft sein solltest und ich wünsche mir von Herzen dass du Der Ritter sein magst, den ich schon in den Augen des ungestümen, vorlauten aber immer entschlossenen jungen Alchemisten zu erkennen vermochte, der vor vielen Wintern in unser Haus kam.
Es liegt an dieser Stelle nicht in meiner Absicht dich belehren zu wollen und doch trage ich die Hoffnung in mir, dass Du diesen Zeilen vielleicht, in Momenten der Ruhe und Einkehr, ein wenig Beachtung schenken wirst. Vielleicht wirst Du Schmunzeln, vielleicht verständnislos eine Braue heben, vielleicht damit hadern dass es ja nur die Zeilen einer Frau sind für die ein Schwert nicht mehr als ein Werkzeug zu sein scheint, vielleicht helfen sie Dir aber auch Dich für einen Moment darauf zu besinnen was für ein Ritter, was für ein Mensch du in Zukunft sein willst und wie Du die Ehre die dir zu Teil, und die Bürde die man dir auferlegen wird gestalten wirst.
Demut , Ehre, Güte, Rechtschaffenheit, Höfigkeit, Tapferkeit, Mäßigkeit, Mildtätigkeit, Standhaftigkeit, Treue, Würde, Züchtigkeit
Nach diesen Tugenden der Ritterlichkeit wird sich bald Dein ganzes Leben ausrichten und auf diese Tugenden wirst Du den heiligen Eid schwören, der Dich zum Schwertbruder deines Rittervaters und Zum Ritter deines Herren machen wird. Diese Begriffe sind mehr als die leere Hülle eines geschriebenen Wortes. Sie sind Seele und damit Inbegriff all dessen was Dich vom Tage Deines Ritterschlages an bis zur Stunde deines letzten Atemzuges begleiten wird. Es wird Tage geben an denen Du vielleicht vergessen oder gar verleugnen magst was Du dereinst geschworen hast doch sei gewiss dass es Menschen und auch Mächte geben wird, die niemals vergessen werden und die Dir die Erinnerung ins Gewissen zurückrufen werden, wenn Du sie nur lässt. Trage deinen Titel stets verantwortungsvoll und als Vorbild für zukünftige Generationen.


Die Welt ist voller Möglichkeiten und Du bekommst die einmalige Chance ein Leben in Erfüllung zu führen. Höre stets auf Dein Herz, denn Du bist zuallererst Dir und deinen Gewissen verpflichtet welches Dich zum Ritter macht, denn wie willst du deinem Herrn gehorchen wenn Du nicht einmal auf deine innere Stimme zu hören vermagst.

Sei dankbar für all das Gute dass Dir in deinem Leben gegeben ist vor allem im Angesicht derer die vom Schicksal nicht ein solches Glück erfahren haben. Sehe in jedem Menschen und jedem Lebewesen ein Blatt am Baum Deines Lebens, dass Deinem Leben Farbe und Blüte verliert. Manches Blatt mag eines Tages fallen und doch war es ein Teil von Dir und hat in deinem Leben Spuren hinterlassen. Auch Du wirst Spuren hinterlassen und nur Du entscheidest wie man diese in Erinnerung behalten wird. Bedenke: Manches Ross ist zu hoch als dass es einen sicher ans Ziel trüge wenngleich der Fußweg bedeutet Kompromisse einzugehen und die Begrenztheit eigener Sichtweisen zu überdenken.
Nimm auf Deinem Weg alles mit, dass das Leben Dir schenken wird: lebe, liebe, mache Fehler und lerne daraus. Stehe Treu zu deinem Herrn und deinen Gefährten. Lass Dich jedoch nicht von Falschheit blenden selbst wenn sie im Gewand eines Freundes daherkommt und bitte täusche Dich nicht in vermeintlichen Niederen, deren Hände fleißig und deren Herzen treu sind. Nimm was Du wahrhaft brauchst aber gib was du kannst denn das wird Dir zur Ehre gereichen.
Nun hab ich wohl das wesentliche erfasst, nur eins noch: vergiss nie woher Du kommst und vergiss nie wohin Du gehen kannst wenn dich kalte Tage nach heimischen Feuern sehnen lassen.

Ich wünsche Dir alles gute für den Rest Eurer Reise und freue mich darauf Dich und meinen geliebten Gemahl bald in unserer schönen Hauptstadt wohlbehalten wiederzusehen!
Mögen die Höchsten schützend über euch wachen!

In tiefer Verbundenheit
Elane Katherine von Silberwald
Signatur von »Elane von Silberwald« Vergiss niemals Deine Wurzeln, denn Ohne Sie kannst Du nicht wachsen um dereinst den Himmel zu berühren!

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